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Brandschutz für Freiwillige Feuerwehr Buchen

Vernetzte Brandfrüherkennung schützt Helfer und Einsatzfahrzeuge

Auch die Feuerwehr muss sich vor Brandgefahren schützen. In Buchen setzt sie auf innovative Lösungen von Bosch Building Technologies.

Gruppe steht vor einer Feuerwache, im Hintergrund ein Feuerwehrfahzeug

 

Mit videobasierter Brandfrüherkennung, mobilen Rauchmeldern in den Einsatzfahrzeugen und Waldbranddetektion mit Künstlicher Intelligenz nimmt die Stadt Buchen eine Vorreiterrolle in Sachen Prävention ein.

Bei Fragen der Sicherheit am Puls der Zeit.

Die Freiwillige Feuerwehr Buchen ist bei Fragen der Sicherheit am Puls der Zeit. Auch wenn es um die eigene geht. Denn in der Feuerwache im Neckar-Odenwald-Kreis steht modernste Technik, die seit Kurzem mit einem innovativen Konzept von Bosch Building Technologies geschützt wird: Die Feuerwache selbst wurde mit einer Brandwarnanlage inklusive Verbindung zur Bosch Notruf- und Serviceleitstelle und einer Aviotec-Kamera zur videobasierten Branderkennung ausgestattet. Der Clou ist die zusätzliche Überwachung der wertvollen Einsatzfahrzeuge über Mobilfunkrauchmelder und deren Anbindung an einen Alarmserver. Feuerwehrkommandant Andreas Hollerbach sieht das Projekt mit Bosch als wichtigen Beitrag zum Schutz der eigenen Infrastruktur. Denn bei einem Totalverlust eines Fahrzeugs kann es mehrere Jahre dauern, bis ein neues zur Verfügung steht.

Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Buchen

Löschgruppenfahrzeuge oder Tanklöschfahrzeuge kosten mehrere Hunderttausend Euro. Diese Fahrzeuge sind eine Lebensversicherung für unsere Bürger und lassen sich nicht so einfach ersetzen.

Feuerwehrkommandant Andreas Hollerbach, Buchen

Feuerwehr Buchen setzt auf ganzheitliche Sicherheitstechnik

Seit 1866 gibt es die Freiwillige Feuerwehr Buchen. Mittlerweile verfügen die 14 Einsatzabteilungen im gesamten Stadtgebiet über ein Arsenal an Löschfahrzeugen, Drehleiter- und Schlauchwagen sowie kleinere Einsatzfahrzeuge. Die zentrale Feuerwache Buchen ist für die Industriegebiete, den Gewerbepark Odenwald, die Neckar-Odenwald-Kliniken, Schulen, Kindergärten, Behörden sowie Alten- und Pflegeheime zuständig. Außerdem liegen das Entsorgungszentrum Sansenhecken, Supermärkte, die historische Altstadt, landwirtschaftliche Betriebe und Waldgebiete in ihrem Zuständigkeitsbereich.

Um dieser Verantwortung im Ernstfall gerecht zu werden, müssen alle Geräte stets einsatzbereit sein. Ein unentdecktes Feuer in der Fahrzeughalle hätte fatale Folgen – zumal in den Fahrzeugen und Rettungsgeräten hochentwickelte Elektronik und Akku-Technologie steckt, die kaum zu löschen ist, wenn sie einmal Feuer fängt.

Bosch Sales Manager in der Feuerwache

Wenn Lithium-Ionen-Akkus brennen, geht es vor allem darum, Menschen vor Schaden zu bewahren und im besten Fall noch Gerätschaften. Mit Prävention wollen wir verhindern, dass ein Brand auf die Elektronik und die Batterien übergreift.

Tom Ueckmann, Sales Manager bei Bosch Building Technologies

Warum der Schutz der Fahrzeughalle Priorität hat

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, der Feuerwehr und Bosch begann 2021 zunächst indirekt. Bosch erhielt den Auftrag, den Brandalarm in den Schulen vor Ort zu erneuern und auf den aktuellen Stand zu bringen. „Dabei waren wir natürlich im engen Austausch mit der Feuerwehr vor Ort. Die Zusammenarbeit lief sehr unkompliziert und vertrauensvoll. Kunden schätzen es, wenn sie einen festen Ansprechpartner haben, das macht das Arbeiten für beide Seiten einfacher, weil ein tieferes Verständnis dafür entsteht, was den Kunden beschäftigt”, erinnert sich Ueckmann. Nachdem die Schulen auf den Stand der Technik gebracht waren, erhielt sein Team 2025 den Auftrag, die Feuerwache mit einer Brandwarnanlage zur Brandüberwachung auszustatten.

Zwei Personen stehen vor installierter Brandmelderzentrale
Als Basis wurde eine Brandwarnanlage mit Rauchmeldern installiert, das über eine Verbindung zur Bosch Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) verfügt.
Halle der Feuerwache mit drei Personen und installierter Brandmeldekamera
Die Kameras der videobasierten Brandfrüherkennung sind so trainiert, dass sie Rauch und Feuer im Anfangsstadium erkennen. Sogar in Dunkelheit, weil sie über eine Infrarotbeleuchtung verfügen.
Blick auf ein Tablet, das Livebilder von der videobasierten Brandfrüherkennung zeigt.
Über das Smartphone können sich die Feuerwehrleute von zu Hause oder ihrem Arbeitsplatz auf die Kamera aufschalten und ansehen, was in der Halle gerade vor sich geht oder die Bilder verifizieren, die als Alarm geschickt wurden.
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Keine Pflicht, aber sinnvoll: Brandschutz in Feuerwachen als freiwillige Prävention

Für die Feuerwachen in Buchen gibt es keine spezifischen gesetzlichen Vorgaben zur Brandalarmierung. Deshalb setzt Buchen auf eine innovative, freiwillige Lösung zur Prävention. Als Basis wurde ein Alarmsystem mit Rauchmeldern installiert, das über eine Verbindung zur Bosch Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) verfügt. „Das haben wir mit der intelligenten videobasierten Brandfrüherkennung mittels Aviotec-Kamera kombiniert. Diese Lösung erkennt im Gerätehaus innerhalb von Sekunden Schwelbrände und kleine Feuer direkt an der Entstehungsquelle”, erklärt Ueckmann.

Das Kamerasystem verfügt über integrierte intelligente Algorithmen, die die aufgenommenen Bilder direkt analysieren. Ein Feueralarm wird also nicht erst ausgelöst, wenn der Rauch die Sensoren der Rauchmelder erreicht oder die Flammen hochschlagen. „Wenn ein Brand entsteht, ist das ein Rennen gegen die Uhr. Da ist es enorm hilfreich, dass die Kamera die Bilder in Echtzeit analysiert und so frühzeitig einen Alarm auf die Smartphones des Einsatzleiters vom Dienst oder der benachbarten Feuerwehr schickt”, erläutert Experte Tom Ueckmann. Schließlich sind bei Freiwilligen Feuerwehren die Wachen in der Regel nicht rund 24 Stunden besetzt.

Fahrzeugschutz per Mobilfunkrauchmelder

Was aber, wenn ein Brand verborgen in einem der 13 Fahrzeuge entsteht? Dafür werden spezielle Mobilfunkmelder in der Fahrerkabine und im Gerätebereich angebracht. Der Mobilfunkrauchmelder sieht ähnlich aus wie ein regulärer Rauchmelder und ist einfach zu installieren. Er verfügt über eine integrierte Mobilfunkverbindung, über die Push-Nachrichten inklusive detaillierter Angaben, in welchem Fahrzeug der Melder Alarm schlägt und wo es sich gerade befindet, versendet werden. „Einmal angebracht hat die Feuerwehr gut zehn Jahre Sicherheit, so lange hält die Batterie. Die Geräte werden automatisch aus der Ferne inspiziert und führen regelmäßig Selbsttests durch”, erläutert Field Force Manager Philipp da Silva, der eng mit seinem Kollegen Tom Ueckmann zusammengearbeitet hat, um die Wünsche der Feuerwehr Buchen nicht nur zu erfüllen, sondern auszuloten, was in der Zukunft Standard sein sollte.

Porträt Philipp Da Silva

Auch das Innere der Feuerwehrfahrzeuge decken wir ab: Unsere Lösung beinhaltet Mobilfunkrauchmelder, welche entstehende Brände in den Fahrzeugen entdecken und sofort einen Alarm aufs Handy schicken.

Philipp da Silva, Field Force Manager bei Bosch Building Technologies

Vernetzung als Stärke: Alarmserver als zentrales Warnsystem

Die große Stärke der Lösung liegt in der Vernetzung über einen Alarmserver. Das System bündelt die Informationen der Rauchmelder im Gebäude, der Aviotec-Kamera in der Halle und der Mobilfunkrauchmelder in den Fahrzeugen und sendet sie im Alarmfall als Push-Nachricht auf die Handys der Einsatzkräfte. Durch diese vollständig automatisierte End-to-End-Alarmkette gewinnt die Feuerwehr wertvolle Zeit. „Wir haben vor Ort eine Live-Demonstration durchgeführt und das hat die Verantwortlichen überzeugt. Sie haben erlebt, wie schnell Feuer detektiert wird und die Nachrichten auf ihren Smartphones gelandet sind”, erzählt Philipp da Silva. Das Konzept, wer alarmiert werden soll, wurde gemeinsam mit der Feuerwehr und den Verantwortlichen der Stadt Buchen erarbeitet. „Das kann für eine Feuerwehr ein echter Quantensprung sein. Denn oft wird noch mit Telefonlisten gearbeitet. Hier weiß das Alarmsystem selbst, wer aktuell Bereitschaft hat”, sagt Tom Ueckermann.

 

Mobilfunkrauchmelder bei der Installation in einem Feuerwehrfahrzeug
Mobilfunkrauchmelder bei der Installation in einem Feuerwehrfahrzeug
Installierter Mobilfunkmelder
Installierter Mobilfunkmelder
Feuerwehrmann und Brandschutzexperte sehen sich die Gerätschaften in einem Feuerwehrauto an.
Feuerwehrkommandant Hollerbach mit Bosch Mitarbeitenden und Mobilfunkrauchmelder im Fahrzeug.
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Waldbrandfrüherkennung: Schutz durch intelligente Wildfire-Detektoren

Über den Alarmserver laufen auch 30 Wildfire-Detektoren, die derzeit im Waldgebiet in Buchen als Pilotprojekt installiert werden. „Die Wildfire-Detektoren bringt die Gemeinde dort an, wo sie potenzielle Waldbrandgefahren sieht oder wo viele Spaziergänger unterwegs sind und schon mal eine Zigarette fallen gelassen wird. Deren Sensoren können sogar unentdeckte Schwelbrände detektieren, bevor sie sich zum großflächigen Vegetationsbrand ausweiten”, sagt Christoph Vieregge, der 2025 den Wildfire Detection Service bei Bosch eingeführt hat und die Projekte seitdem begleitet. Das schützt nicht nur den Wald, sondern auch Menschen sowie Tier- und Pflanzenarten. Die unauffälligen Wildfire-Detektoren „riechen” Gase, die bei einem Vegetationsbrand bereits in einem frühen Stadium freigesetzt werden. Außerdem sammeln sie wichtige Informationen für Waldbesitzer wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. „Für die Feuerwehr ist der Betreuungsaufwand überschaubar”, ergänzt Tom Ueckmann. „Außerdem kann das Wildfire-System in den bereits vorhandenen Alarmserver integriert werden. Das bietet der Feuerwehr und letztlich auch den Waldbesitzern einen großen Mehrwert, wenn sie damit ihren Bestand monitoren lassen können.”

Personen im Wald mit Wildfire-Detektor
Bürgermeister der Stadt Buchen in der Feuerwache

Unser Wald ist ein unverzichtbarer Teil unserer Stadt. Dank der Detektoren können wir vorrausschauend handeln, um diesen Lebens- und Erholungsraum proaktiv zu sichern. Die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt werden uns helfen, den Waldschutz weiter zu optimieren.

Roland Burger, Bürgermeister der Stadt Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis)

Wenn es brennt, zählt jede Minute

Damit geht das Projekt über die reine Brandfrüherkennung als Lösung, die durch Vorschriften und Normen definiert wird, hinaus. „Wenn es schon die Technik gibt, unsere wertvollen Gerätschaften vor einem Brand schützen zu können, lohnt sich die Investition. Denn dagegen stehen die Kosten für die Gemeinde, ein neues Fahrzeug anzuschaffen”, sagt Feuerwehrkommandant Andreas Hollerbach. „Als Feuerwehr wollen wir natürlich, dass Brände vermieden werden. Auch bei uns selbst.” Auch in Zukunft wird Andreas Hollerbach mit Bosch zu tun haben, denn die Techniker werden sämtliche Gebäude, in denen der Brandschutz erneuert wurde, regelmäßig instandhalten und betreuen.

Partnerschaft für mehr Sicherheit

Die Modernisierung der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Buchen zeigt, wie kommunale Feuerwehren durch vernetzte Technologien (Brandmeldeanlage, videobasierte Erkennung, Mobilfunkrauchmelder, Alarmserver) ihre Einsatzbereitschaft nachhaltig sichern können. Auch ohne ausdrückliche gesetzliche Pflicht, denn eine Investition in den Brandschutz ist strategisch sinnvoll, um Menschen, Infrastruktur und teure Einsatztechnik zu schützen.