Sicherheit maximieren, Abläufe optimieren
Der Schutz von Menschen, Geschäften und Waren spielt eine wichtige Rolle in Einkaufszentren. Gut durchdacht und dezent integriert bieten moderne Lösungen Sicherheit, ohne aufdringlich zu wirken. Damit steht einem entspannten Shoppen nichts mehr im Wege.
Eine smarte Lösung verbindet digitale Technologien aus den Gewerken Brandschutz und Sprachalarmierung, Einbruchschutz und Zutrittskontrolle sowie Videosicherheit zu einem vernetzten Gesamtsystem. Dank IoT, Konnektivität und künstlicher Intelligenz wird nicht nur die Sicherheit auf ein neues Level gehoben, auch Betriebsprozesse werden optimiert und automatisiert. Durch die gewonnenen Daten aus den Sicherheitstechnologien ergeben sich außerdem neue Möglichkeiten, mit denen Betreiber den Aufenthalt im Center, in Läden und in Filialen noch attraktiver gestalten können.
Intelligente Features bei der Videosicherheit
Innovative Videolösungen bieten heutzutage DSGVO-konforme Anwendungen, um die Sicherheit in Einkaufszentren zu steigern. Durch modernste Kameras mit intelligenter Videoanalyse können alle relevanten Bereiche überwacht und ungewollte Fehlalarme vermieden werden. Zudem wird das Sicherheitspersonal effizient unterstützt. Dank der Verarbeitung der Bilddaten in Echtzeit und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz werden auch in großflächigen Gebäuden mit vielen Menschen potenzielle Gefahren und verdächtige Aktivitäten sofort erkannt. Das Sicherheitspersonal wird bei Auffälligkeiten automatisiert benachrichtigt. Auch können Personen anhand von Kleidung und Körpermerkmalen identifiziert sowie Anomalien wie beispielsweise ein herrenloser Rucksack oder eine Waffe erkannt werden. Neben der Steigerung der Sicherheit in Einkaufszentren lassen sich diese Technologien auch dazu einsetzen, um in Geschäften Warteschlagen zu reduzieren, Besucherströme zu lenken oder Warenplatzierungen zu optimieren.
Innovative Technologielösungen
Auch in den Bereichen Einbruch, Überfälle sowie Sabotage gibt es eine Vielzahl an technologischen Lösungen, die Vorfälle frühzeitig erkennen und automatisiert melden. Bei der smarten Verwaltung aller Zu- und Ausgänge ist es empfehlenswert, die Zutrittskontrolllösung in ein Gesamtsystem zu integrieren, damit sie beispielsweise mit der Einbruchmeldeanlage und dem Gebäudemanagementsystem kommunizieren kann. Dies reduziert einerseits den administrativen Aufwand und schafft andererseits neue Synergien im Gebäudebetrieb. Intelligente, vernetzte Lösungen sorgen auch beim Thema Brandschutz für einen effizienten Schutz von Menschen und Sachwerten. Zuverlässige Detektion und schnelle Reaktion sind zwei bedeutende Schlüssel zum Vermeiden von Bränden und hieraus resultierender Schäden. Besonders interessant für Einkaufszentren sind dabei Lösungen mit videobasierter Brandfrüherkennung durch künstliche Intelligenz, die sich gut für den Einsatz in großflächigen Gebäuden mit hohen Decken eignen. Ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor für Einkaufszentren sind akustische Anlagen für die Sprachalarmierung, die nicht nur im Notfall für eine sichere Evakuierung durch automatisierte Ansagen, sondern auch für alle weiteren Durchsagen genutzt werden können.
Beispiel aus der Praxis: Dreiländergalerie in Weil am Rhein
Die Dreiländergalerie setzt auf eine Lösung mit Videosicherheit, Einbruchmeldeanlage und Zutrittskontrollsystem mit mechanischen Schließzylindern. 130 Kameras sind dezent an neuralgischen Punkten angebracht und haben Haupteingänge, Korridore, das Parkhaus und die Türen zu den Lagerräumen „im Blick“. Die Aufnahmen laufen im Kontrollraum zusammen, sodass das Sicherheitspersonal frühzeitig eingreifen kann. Sollte die Einbruchmeldeanlage einen Alarm auslösen, wird automatisiert der Sicherheitsdienst benachrichtigt. Die Lösung lässt sich flexibel erweitern und ist hierdurch auch für zukünftige Anforderungen skalierbar.
Managementsystem und Remote Services sorgen für Effizienzgewinn
Durch die Integration aller Gewerke in einer Management-Software wird ein optimales Zusammenwirken der Systeme möglich, und das Sicherheitspersonal wird entlastet. Auch werden Mitarbeitende durch dynamische Verfahrensanweisungen unterstützt, um situationsgerechte Entscheidungen treffen und adäquat handeln zu können. Ergänzend empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einer zertifizierten Notruf- und Serviceleitstelle, welche 24/7 Alarme und Störungen entgegennimmt, analysiert und bei Bedarf Einsatzkräfte benachrichtigt und koordiniert. Durch den Fernzugriff auf die Sicherheitsanlagen profitieren Betreiber außerdem von der Remote-Inbetriebnahme sowie von Software-Updates und Condition Monitoring. Hierdurch lassen sich beispielsweise aus der Ferne Störungen beheben und sogar vorausschauend vermeiden.
Smarte Lösungen bieten heute vielfältige Möglichkeiten, mit denen Einkaufszentren den Schutz von Menschen, Geschäften und Waren verbessern können. Neben dem Plus an Sicherheit kann damit der personelle Aufwand verringert werden, und Betriebskosten können eingespart werden. Bei Neubauten und Umbauten sollten Betreiber das Thema Gebäudesicherheit frühzeitig in der Planung berücksichtigen – denn hieraus können sich organisatorische, bauliche und technische Maßnahmen ergeben.
Dieser Artikel erschien ursprünglich im EHI Shopping-Center Report 2025.




